Die Weihenstephaner Standards (WS) Food definieren die physikalische Schnittstelle, also ein Netzwerk
und Protokoll für das Verbinden von Maschinen und Kontrollgeräten mit einem übergeordneten
MES (Manufacturing Execution System) oder Datenerfassungssystem sowie die Daten, die durch die
Maschinen bereitgestellt werden. Ergebnisse von WS Food sind eine aussagekräftige Datenbasis
(OMAC konform), zukunftssichere Kommunikationstechnologie, Testtools zur einfachen Schnittstellenüberprüfung,
eine sichere und vergleichbare Information und die Kostenersparnis durch Verzicht
auf individuelles Engineering.
Begonnen hat es vor gut zwei Jahren mit einem ersten Dialog zum Thema „Die Digitale Fleischwaren-
Fabrik der Zukunft“, der vom Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im
Verband des Deutschen Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Food-Processing Initiative e.V.
(FPI) initiiert wurde. Schnell waren sich die Teilnehmer einig, dass der Dialog fortgeführt werden
muss, um eine einheitliche Standardschnittstelle zu definieren. Dies war der Start der Projektgruppe,
bestehend aus Experten der Lebensmittel verarbeitenden Industrie und Maschinenlieferanten, System-/
Consultinghäusern, Hochschule und Verbänden.
Grundlage für WS Food bilden die vom Lehrstuhl für Lebensmittelverpackungstechnik (LVT) der
Technischen Universität München entwickelten Weihenstephaner Standard für Betriebsdatenerfassung
bei Abfüll- und Verpackungsanlagen. Diese wurden anhand von Beispielprozessen aus der
Fleischverarbeitung (Roh- und Brühwurstherstellung) für die Belange der Lebensmittelindustrie angepasst.
Für branchenspezifische Fragestellungen wurde hierbei das Laboratorium Fleischtechnologie
der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Lemgo mit eingebunden.
Die gemeinsame Entwicklung einer vollständigen Anbindung aller Maschinen und Anlagen über eine
einheitliche IT-Schnittstelle bringt für alle Beteiligten der Lebensmittelindustrie erhebliche wirtschaftliche
Vorteile. Denn je einfacher die Integration der jeweiligen unabhängigen Systeme in die Prozesskette
der Lebensmittelbranche ist, umso schneller und leichter ist die Prozesssteuerung, angelehnt an
„plug and play“. Hierdurch wurde eine win-win-Situation nicht nur für die Projektbeteiligten geschaffen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.weihenstephaner-standards.de
Ansprechpartner:
Dr. Tobias Voigt, TUM
Tel. +49(0)8161 71-4377
Tobias.voigt@wzw.tum.de
Beatrix Fraese, VDMA
Tel. +49(0)69 6603-1418
Beatrix.Fraese@vdma.org